Übernachtung in der Wüste

FAQ

1. Ich bin noch nie in Nordafrika gefahren. Was muss ich besonders beachten?
Grundsätzlich sind die Verkehrsregeln ähnlich wie in Europa. Die etwas andere Mentalität ist jedoch im Straßenverkehr zu spüren. Tunesier fahren viel auf Sicht und nach Größe der Fahrzeuge. Der Größere hat Vorfahrt. Ist nirgendwo geschrieben, wird aber so gehandhabt. Daher ist der Motorradfahrer ein relativ schwaches Glied in der Kette. Es benötigt mehr Aufmerksamkeit und keine Rechtsschutz- und Vollkaskomentalität. Menschen und Tiere sind auf den Strassen unterwegs- auch auf den Autobahnen. Das Fahren in der Dunkelheit erfordert sehr viel Aufmerksamkeit, da es normal ist, dass Fahrzeuge kaum oder gar nicht beleuchtet sind.
2. Ich habe wenig bis gar keine Erfahrung mit Endurofahren. Kann ich diese Tour fahren?
Unsere Endurowandertour ist eine Tour ohne Schwierigkeitsgrad auf allerkleinsten Teerstraßen und Schotterpisten. Die normale Fahrzeugbeherrschung setzen wir jedoch voraus. Bei der Süd Tour sollte schon mehr Erfahrung vorhanden sein, wobei Sandfahren mit normalem Endurofahren wenig zu tun hat. Hier kommt es sehr oft darauf an, gegen seine natürlichen Reflexe anzukämpfen. Ein beherzter Gasstoß im tiefen Sand ist manchmal besser als zu bremsen und stecken zu bleiben. Das Wichtigste bei wenig Fahrroutine ist sicherlich die körperliche Fitness. Man muss kein Leistungssportler sein, aber man sollte schon 10 Liegestützen machen können, ohne dass der Puls gleich auf 180 ist. Im Zweifelsfalle gilt: Moped aufladen, Pause machen und im Lkw mitfahren.
3. Welche Fahrklamotten brauche ich?
Grundsätzlich fahren wir in warmen Gefilden und so fährt man eine Motocross- oder Enduroausrüstung mit wind­durchlässigen­ Materialien. Wichtig ist natürlich ein kompletter Protektorenschutz von Kopf bis Fuß. Für evtl. Regentage macht die Mitnahme eines Regenkombis Sinn. Bei normaler Motorradtextilbekleidung sollte unbedingt das Innenfutter herausgenommen werden. Als Handschuhe empfehlen wir Endurohandschuhe aus Stoff. Stiefel mit Schienbein- und Knöchelschutz sind obligatorisch.
4. Was muss ich alles an Ausrüstung mitnehmen?
Wichtig sind evtl. persönliche Medikamente. Ansonsten nimmst Du nicht viel mit. Die Teilnehmer erhalten zu Tourbeginn zwei Alukisten, mit denen sie auskommen müssen. Dort kann im Prinzip alles verstaut werden. Unterwäsche, Wasch­zeug­, Foto- und Filmkamera, Taschen- oder Stirnlampe, Klamotten für die Abreise, bequeme und warme Bekleidung für Morgens und Abends. Es muss auch nicht für jeden Tag was Neues sein, denn wir riechen nach ein paar Tagen alle Gleich. Es gibt auch die Möglichkeit unterwegs am Ruhetag die Wäsche zu waschen.
5. Fahren wir nach Karte oder einem Roadbook etc.
Wir fahren grundsätzlich als Gruppe, die der Guide anführt. Auf klaren Wegen oder Pisten kann jeder sein Tempo so gestalten wie er möchte. Ein paar Regeln müssen eingehalten werden. Bei Weggabelungen wartet man immer auf seinen Hintermann und fährt erst weiter, wenn er klar erkennt, dass jetzt abgebogen wird. Hinter dem Lkw fährt niemand, außer evtl. ein vorher bestimmter "Lumpensammler". Sichtkontakt zwischen einzelnen Teilnehmern muss bestehen. Der Guide bleibt auch immer wieder stehen, dass sich die Gruppe sammeln kann. Alleine fahren ist grundsätzlich nicht erlaubt.
6. Muss ich mich speziell impfen lassen?
Ein Tetanusschutz ist obligatorisch. Spezielle Impfungen müssen nicht sein.
7. Wo schlafe ich?
Wenn wir outdoor sind, kannst Du das im Zelt oder unter freiem Himmel machen. Mitzunehmen ist auf jeden Fall eine Schlafmöglichkeit in Form einer Isomatte oder Klappliege. Schlafgelegenheiten und Zelte werden von uns nicht gestellt.
8. Gibt es gefährliche Tiere in der Nacht?
Wenn wir Glück haben, werden wir in Südtunesien einem Skorpion oder einer Hornviper begegnen. In feuchteren Gebieten muss mit kleinen Moskitos gekämpft werden. Überwiegend sind es Unimogkäfer, Springmäuse, Karnickel, Eidechsen und Fliegen die uns begleiten. In Nordtunesien werden wir sie wahrscheinlich nicht sehen, aber auf jeden Fall hören - Hyänen.
9. Wo mach ich denn meine Morgentoilette? Kann ich abends duschen?
Zähneputzen und Waschen ist am Lkw vorgesehen. Bis zu 600 l Brauchwasser sind an Bord. Wir haben außen eine Duschvorrichtung. Hier kann jeder mit dem von der Sonne aufgeheizten (oder nicht) Wasser den Staub des Tages abspülen. Grundsätzlich riechen wir nach ein paar Tagen alle gleich. Verdauungsspaziergänge führen in der Regel außer Sichtweite der Gruppe und beinhalten einen Spaten, Toilettenpapier und ein Feuerzeug. Das heißt also erst die Arbeit (Loch graben) und dann das Vergnügen (??!!).
10. Werden wir bekocht oder muss ich selber kochen?
Auf unseren Touren bekochen wir Euch. Bei den Vorbereitungen und Nacharbeiten helfen wir jedoch alle zusammen. Sitzgelegenheiten aufstellen, Getränke einkühlen, Gemüse schneiden, Antipasti herrichten, Ab­spülen­ etc.
11. Wie sieht denn die Verpflegung aus?
Wir haben 3 Kühlschränke im LKW. Wir bemühen uns Euch eine abwechslungsreiche Kost zu bieten. Angefangen von der Rinderlende bis zur Pasta. Suppen und Nachtisch nicht zu vergessen. Dabei kommt Fleisch und Frischwurst von aus­gesuchten­ Metzgern hier aus der Gegend. Käse, Salami, Schinken und z.B. Antipasti kaufen wir unterwegs in Südtirol ein. Marmelade ist selbstgemacht. So fehlt zur wichtigsten Mahlzeit des Tages, dem Frühstück, nur noch das Frühstücksei. Eier, Früchte und Gemüse kaufen wir vor Ort. Die Getränke, insbesondere Trinkwasser, kommen alle mit dem Schiff aus Europa mit.

Auskunft

deserttours by tommy wagner
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